Grundeinkommensfest in Stuttgart

bge buendnis grundeinkommen stuttgartPressemitteilung

17. März 2017
Grundeinkommensfest auf dem Stuttgarter Schlossplatz


Landeshauptstadt konnte Freiheit mit allen Sinnen erleben

Petrus muss ein Fan des bedingungslosen Grundeinkommens sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass am 11. März der Himmel mit den AktivistInnen des Bündnis Grundeinkommen um die Wette strahlte. Engagierte aus ganz Baden-Württemberg informierten in Gesprächen, mit Musik, Tanz, Lesung, Impulsvortrag und Bodenzeitung die BewohnerInnen und Gäste der Landeshauptstadt über den Kulturimpuls Grundeinkommen.

Wer am Samstag über die Stuttgarter Königstraße schlenderte, musste fast zwangsläufig über eine riesige bunt bedruckte Plane stolpern. Auf der sogenannten Bodenzeitung hatte das Bündnis plakativ zusammengestellt, was man als Bürger alles tun könnte, wenn man schon jetzt ein bedingungsloses Grundeinkommen bekäme. Die Vorschläge reichten von „Weiterarbeiten wie bisher“ über „Den Sprung in die Selbständigkeit wagen“ oder „Mich mehr um meine Familie kümmern“ bis zum „Nichtstun“. Mit Spielsteinen konnte jeder Passant abstimmen, was er persönlich tun würde, wenn er, ohne Zwang zur Arbeit, jeden Monat ein Grundeinkommen ausbezahlt bekäme. Am Ende des Aktionstages war klar, fast alle Befragten würden in irgendeiner Form weiterarbeiten. Manche würden gar nicht viel ändern, aber viele auch die neu gewonnene Freiheit nutzen, um sinnstiftende Arbeit zu finden, endlich die Existenzgründung zu wagen oder sich mehr ehrenamtlich zu engagieren. Mit der Aktion wollte die erst im Januar gegründete Ein-Themen-Partei zum bedingungslosen Grundeinkommen aufzeigen, welche Potentiale es für die Gesellschaft, aber auch die Wirtschaft hätte, wenn wir alle frei von wirtschaftlichen Zwängen wählen könnten, wie wir tätig sein möchten. „Wenn jeder das tut, was er am besten kann und was ihn morgens freudig aufstehen lässt, dann profitiert die ganze Gesellschaft davon“, sagt Uschi Bauer aus Lörrach, die im September als Spitzenkandidatin der Partei im Ländle zur Bundestagswahl antreten will. „Unser Ziel ist, das bedingungslose Grundeinkommen auf alle Stimmzettel und in den Bundestag zu bringen.“

Um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden, muss das Bündnis jedoch erst noch 2.000 Unterstützerunterschriften in Baden-Württemberg sammeln. Gut die Hälfte ist inzwischen in trockenen Tüchern. Die wohl prominenteste kam aber erst am Samstag dazu.

gruneeinkommen goetz werner stuttgartGötz Werner, dm Drogeriemarkt Gründer und Grundeinkommensvordenker, ließ es sich nicht nehmen, als Überraschungsgast auf dem Schlossplatz vorbeizuschauen und wagte sogar einen Walzer inmitten des Einkaufstrubels mit Nina Kurzeja, Choreografin und Frau des 2. Landesvorsitzenden Peter Jakobeit. „Bedingungslos beflügelt – so muss sich der freie Tanz des Lebens anfühlen“, meint die Landesvorsitzende Uschi Bauer, die die fröhliche Szene verfolgt. Für die nächsten Monate haben die Grundeinkommensaktivisten weitere Aktionen geplant: u.a. einen mehrtägigen Event Ende April im Kunstraum Kieswerk in Weil am Rhein und das Vernetzungstreffen bge:open in Stuttgart am 13./14. Mai. Alle, die am gesellschaftlichen Wandel mitwirken wollen, sind herzlich willkommen.

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