BGE:open bei ‚Motion and Senses‘ in Weil am Rhein

buendnis grundeinkommen lörrach krönungswelle motion and sensesVorfreude auf das Vernetzungstreffen BGE:open 17.3 bei Motion & Senses vom 27.4. bis 1.5. im Kunstraum Kieswerk mit SCHERBEkontraBASS sowie den BGE-BotschafterInnen Etual Ojeda, Anny Hartmann, Prof. Bernhard Neumärker, Laurenz Theinert & Tobias Danzer mit dem Roboter Nao – natürlich auch mit allen Akteuren der Krönungswelle & des Bündnis Grundeinkommen. Die Krönungswelle feiert am 1. Mai 2017 ihr 8-jähriges Jubiläum & flankiert die BGEpartei BaWü mit einem mehrtägigen Event bei der Verbreitung der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens.

Beim Vernetzungstreffen kommen VertreterInnen des Bündnis Grundeinkommen aus allen 16 Bundesländern ins Dreiländereck, um sich auszutauschen & die Strategie für die Kampagne der Wahlbewerbung zu erarbeiten. Ziel ist es, bis zur Bundestagswahl möglichst vielen WählerInnen das wegweisende Potenzial des Kulturimpulses nahezubringen & die Kraft der BGE-Bewegung in den Erfolg der Grundeinkommenspartei einfließen zu lassen. Zweitstimme Grundeinkommen – Freiheit ist wählbar!

Im Kunstraum Kieswerk treffen Gleichgesinnte aufeinander: Das Kieswerk war die erste Transport-Betonmischanlage in der Region. In den 1920er Jahren wurde sie als Herz der damaligen Kiesgrube in Betrieb genommen. Bis 1996 war die auf Stahlstelzen stehende Anlage in Betrieb, bevor sie zum Industriedenkmal erklärt & 2001 von Volker Scheurer & seiner Frau Ania Dziezewska übernommen wurde. Die Hauskünstler ermöglichen die Verknüpfung des mit allen Sinnen erlebbaren Kulturimpulses mit der Ausstellung der ‚Art Twins‘ AnRa. Die positive Perspektive des bedingungslosen Grundeinkommens passt perfekt zum gesellschafts-, kapitalismus- & konsumkritischen Subtext der Künstler Andreas & Ralf Hilbert.

Das Kieswerk ist ein passendes Ambiente für eine monumentale Sandskulptur, die während des 5-tägigen Events mit Beteiligung des Publikums am Werk von Etual Ojeda aus Gran Canaria entsteht. Ojeda widmet sich bereits seit über 27 Jahren der Sandkunst & hat u.a. mit seiner Skulptur „A Bunch of Shapes – lost in Sand“ („Umrisse, verloren im Sand“) im Jahre 2008 auf dem international besetzten „USF World Solo Championship“, der Weltmeisterschaft in Solo-Sandkunst, auf dem „Sandfestival Ruhr“ den ersten Preis & damit den Rang eines „Weltmeisters“ errungen. Er ist seit Jahren bekennender Anhänger & Aktivist für das bedingungslose Grundeinkommen in Spanien.

Hinter dem Duo SCHERBEkontraBASS steht eine echte ‚Scherbe‘: Marius del Mestre kam als Gitarrist 1980 mit gerade mal 19 Jahren zu Ton Steine Scherben & zog noch im gleichen Jahr mit den Berlinern auf einen Bauernhof in Fresenhagen in Nordfriesland. 2005 schloss sich del Mestre der Nachfolge-Band ‚Ton Steine Scherben Family‘ an. Mit Kontrabassist Akki Schulz fand er vor drei Jahren den geeigneten Partner für die Formation SCHERBEkontraBASS. Das Duo macht Gänsehaut, bringt zum Lachen & pflegt den Scherben-Mythos, ohne einfach belanglos nachzuträllern oder zu posieren: Beide singen abwechselnd & treffen den rotzigen Rio-Reiser-Ton wunderbar, ohne dabei ihre eigene Persönlichkeit zu verleugnen – und virtuos spielen sie ihre Instrumente. Gerade der Kontrabass gibt den Stücken einen ganz eigenen Reiz. Akki & Marius fallen sich gegenseitig ins Wort & treiben sich bei Soli den Schweiß auf die Stirn. Wenn jeder sein eigener König ist, muss keiner der König des anderen sein – die Krönungswelle & SCHERBEkontraBASS sind seit der Krönungstournee 2009 eng befreundet.

Es ist selten, dass jemand vom Comedy-Fach ins politische Kabarett wechselt.anny hartmann grundeinkommen
Anny Hartmann hat es getan & fühlt sich mit diesem Wechsel sehr wohl. Von 2007 bis 2010 war Anny Hartmann mit Ihrem Comedy-Soloprogramm „Zu intelligent für Sex?“ bundesweit erfolgreich auf Tour. Dieses Programm erschien im Jahr 2009 auch als Buch. Im Jahr 2009 startet Anny Hartmann ihren kabarettistischen Jahresrückblick „Schwamm drüber?“. Die Auseinandersetzung mit politischen Themen bereitete ihr dabei so viel Freude, dass sie im Herbst 2010 auch mit einem politischen Soloprogramm auf Tour ging. Ihr erstes Programm, für das sie die Sankt Ingberter Pfanne & den fränkischen Kabarettpreis erhielt, hieß „Humor ist, wenn man trotzdem wählt“. Im September 2013 startete sie ihr zweites, ständig aktualisiertes Programm „Ist das Politik, oder kann das weg?“. Volker Pispers sagt über Anny Hartmann: „Sie hat verstanden, dass man, um Unterhaltung zu machen, nicht nur Humor braucht, sondern vor allem eine Haltung. Außerdem besitzt sie als Diplomvolkswirtin auch noch Hirn. Sie vereint in ihrer Person also die drei großen H des Kabaretts: Haltung, Humor, Hirn. Das sollten Sie sich angucken.“ Ob Anny Hartmann diesmal auch von Florian Schroeder anmoderiert wird? Immerhin isser gebürtiger Lörracher. Schaun wir mal.

Tobias Danzer bringt den Roboter Nao nicht nur zum Tanzen, sondern bewegt ihn auch zu einem Interview über seine Sichtweise auf die Digitalisierung & das bedingungslose Grundeinkommen. Mister Robot tanzt mit uns in den Mai – damit allen bewusst wird, dass Roboter keine Bedrohung für unsere Arbeitsplätze sind, sondern ein Geschenk für mehr menschliches Miteinander & sinnvolle Jobs. Und das Grundeinkommen generieren sie via Automatisierungsdividende. Macht Sinn!

Der Freiburger Ökonom Bernhard Neumärker versucht herauszufinden, was für eine gerechte Ordnung nötig ist. Mit seinem Team erforscht Neumärker Ordnungen als Grundlagen moderner Gesellschaften, in denen das wirtschaftliche Zusammenleben fair & fortschrittlich ist. Die Wissenschaftler ermitteln dabei auch jene Normen, die sich die Bevölkerung wünschen würde, um ausreichende Gerechtigkeit zu schaffen & befürchtete oder bereits vorhandene Ungerechtigkeit auszugleichen. Ein Ergebnis dieser Arbeit: Das bedingungslose Grundeinkommen fände eine breite Zustimmung.

 

Das geplante Programm auf einen Blick

  • 27. April, 12 Uhr, bis 1. Mai: Etual Ojeda aus Gran Canaria gestaltet über den gesamten Zeitraum hinweg eine Sandskulptur fürs BGE
  • 28. April: Tagsüber Schulklassen zu Gast; Augenkontakt-Experiment; 20 Uhr: Konzert mit SCHERBEkontraBASS
  • 29. April, 10 Uhr: Eröffnung BGE:open 17.3 mit Freunden von der Schweizer BGE-Volksinitiative; 13-15 Uhr: Kabarett mit Anny Hartmann; 16-18 Uhr ‚1000 Antworten zum BGE‘ mit Prof. Neumärker
  • 30. April: Ganztägig Workshops zur Kampagne #BIGBang; 20 Uhr: Lichtprojektion von Laurenz Theinert & Tanz in den Mai mit dem Roboter Nao
  • 1. Mai, 19 Uhr: Finissage. Tagsüber bundesweites Sammeln von Unterstützerunterschriften für das Bündnis Grundeinkommen. Für das leibliche Wohl ist durchgehend gesorgt & die Kunstbar täglich ab 15 Uhr geöffnet – join the BIG party!

Noch steht das endgültige Programm nicht fest. Weitere faustdicke Überraschungen sind den Machern der Krönungswelle durchaus zuzutrauen. Ein Besuch in Lörrach macht das bedingungslose Grundeinkommen auf jeden Fall mit allen Sinnen erlebbar, ein buntes Potpourri an künstlerischer Aussagekraft, Aufbruchstimmung & Lebensfreude darf vorausgesetzt werden.

Die BADISCHE ZEITUNG veröffentlicht am 26.4.2017 eine Vorankündigung unseres Events

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