Straubhaars Plädoyer fürs bedingungslose Grundeinkommen

Straubhaars Plädoyer fürs bedingungslose Grundeinkommen

Hamburger Wirtschaftswissenschaftler skizziert beim Ahrensburger CDU-Wirtschaftsforum den „radikal gerechten“ Umbau des Sozialsystems.

Darin:

Das bedingungslose Grundeinkommen als Alternative zum aktuellen Sozialsystem sei objektiv notwendig. Das deutsche Sozialbudget werde 2017 etwa 960 Milliarden Euro betragen. Ein Grundeinkommen von 1000 Euro für jeden Bürger, das ganze Leben über, sei möglich, wenn es alle staatlichen Sozialtransfers und damit verbundene Bürokratie ersetze. Voraussetzung sei gerechte Besteuerung, eine Quellensteuer auf alle Einkommen und Steuerarten. „Wer mehr verdient, zahlt mehr.“ Und: Unsinnige Schlupflöcher wie Werbungskosten sollten beseitigt werden. […]

Dem Einspruch in der anschließenden Diskussion, dass das eine Umverteilung von oben nach unten bedeute und davon vor allem Sozialversicherungspflichtige profitierten, wollte Straubhaar nicht widersprechen, wohl aber bekannten Gegenargumenten von der Flucht höher besteuerter Bürger („lässt sich empirisch nicht belegen“) und der Versuchung, dass sich alimentierte Bürger künftig in der sozialen Hängematte ausruhten: „Eher eine Minderheit. Dagegen stehen die Vielen, die mit Hilfe der Grundversorgung ihre Potenziale viel besser als bisher ausschöpfen könnten.“

http://www.abendblatt.de/region/stormarn/article211185127/Straubhaars-Plaedoyer-fuers-bedingungslose-Grundeinkommen.html